Das frühe Leben von Basilius II. liest sich wie ein Shakespeare-Drama: Basilius wurde 958 n. Chr. als Sohn des Kaisers Romanos II. und seiner zweiten Frau Theophano geboren. Um die Gleichbehandlung seiner beiden Söhne sicherzustellen, krönte Romanos Basilius und seinen Bruder Konstantin VIII. zu Mitkaisern von Byzanz. Kurz darauf verstarb der Kaiser jedoch unerwartet. Einige Chronisten machten Theophano und eine Schierlingspflanze für seinen frühen Tod verantwortlich; auf jeden Fall wurde ihr die Macht als Regentin übertragen, da ihre jungen Söhne noch nicht regierungsfähig waren. Ihre Autorität wurde (zu ihrem Missvergnügen) vom Parakoimōmenos - dem Oberminister, oft ein Eunuch, dessen Titel wörtlich "an des Kaisers Seite schlafen" bedeutete - des Hofes, Joseph Bringas, angefochten. Bringas konnte dies jedoch nicht lange durchhalten - er floh nach weniger als einem halben Jahr der Behauptung seines Postens, woraufhin General Nikephoros Phokas sich der verlassenen Krone und Romanos' Witwe annahm. Doch verstörenderweise endete diese zweite Ehe schnell dadurch, dass Theophano erneut Witwe wurde: Diesmal schlich sich Nikephoros' eigener Neffe, der General Johannes Tzimiskes, der Gerüchten zufolge bereits Theophanos neuer Liebhaber war, in den Palast und tötete Nikephoros. Während eine dritte Heirat bereits am Horizont auftauchte, entschied die Kirche, dass es jetzt reichte, und Theophano wurde ins Exil verbannt. Nach dem Tod von Tzimiskes und der Thronbesteigung von Basilius im Jahr 976 n. Chr. holte der neue Kaiser seine Mutter Theophano zurück an den Hof.
Basilius wurde gemessen an seinen Vorgängern für merkwürdig gehalten. Er interessierte sich nicht für Ästhetik. Er trug keine eleganten Gewänder und richtete keine großen Feste aus. Er war nicht direkt ein Stoiker - sein Temperament ließ das nicht zu - doch ihm missfiel die verschwenderische Lebensart, die die meisten Kaiser erstrebten. Sein Volk wie auch sein Gefolge mochten ihn nicht besonders; es gab einfach nicht genug Spaß mit ihm.
Basilius wehrte während seiner frühen Regentschaft eine Reihe von Generälen und Aristokraten ab: Wenn es keine Rebellion gab, dann gab es einen Putsch. Wenn dies nicht der Fall war, wollte ein machthungriger Verwandter aus seiner eigenen Dynastie nach oben. Basilius hielt sich mit seiner Gegenwehr nicht zurück. Mit dem Schwert in der Hand schlug er seine Feinde auf dem Feld mit seiner eigenen Klinge nieder, auch wenn es sich bei diesen Feinden um Generäle mit weit mehr Erfahrung handelte. Diese Aufstände müssen sich zweifellos auf die Herrschaftsphilosophie von Basilius ausgewirkt haben und verliehen ihm eine rücksichtslose Einstellung zum kaiserlichen Leben. Obwohl er bei der Bildung von Bündnissen zurückhaltend war, suchte er doch über die Grenzen von Byzanz hinaus Unterstützung und nahm die Hilfe von Prinz Wladimir von Kiew an. Im Gegenzug für diese Unterstützung von außen durch den Fürsten und seine Streitkräfte gewährte Basilius Prinz Wladimir die Hand seiner Schwester Anna. Im Gegensatz zu den Ehen ihrer Mutter sollte Annas Ehe nicht durch Mord ein Ende finden, und die Allianz mit Kiew war eines der wenigen Bündnisse, denen Basilius jemals zustimmte. Er selbst heiratete nie und hielt seine Familie auf Distanz, um sich vor weiteren Ablenkungen zu schützen.
Basilius wusste, dass er sicherstellen musste, dass sich kein anderer Adliger stark genug fühlte, um sich gegen ihn zu erheben. Aus diesem Grund statuierte er ein Exempel an denen, die sich gegen ihn aufgelehnt hatten. Danach schwächte er die Macht des Adels durch ein neues Steuerkonzept, nach dem die Reichen besteuert wurden, wenn die Armen ihre Steuern nicht beglichen. Zudem musste er die stehenden Armeen des Adels (auch für den Fall, dass irgendein Adliger auf die Idee käme, die Macht selbst an sich zu reißen) verkleinern. Dazu gestattete Basilius dem Volk, das normalerweise seinen Tribut hauptsächlich in Form von Militärdienst beglich, stattdessen mit kalten Münzen zu zahlen. Das Volk, das mehr Geld als Zeit hatte, nahm dieses neue Angebot freudig an.
Neben der Rückeroberung der Gebiete, die Byzanz im Laufe der Jahre verloren hatte, wollte Basilius sich an Bulgarien rächen, einem Königreich nördlich von Byzanz, das stetig an Macht gewonnen hatte. Schon früh in seiner Regierungszeit hatte er Samuel von Bulgarien herausgefordert und dabei eine schwere Niederlage erlitten. Die fortgesetzten Raubzüge Bulgariens und die Annektierung byzantinischer Gebiete hatten den Stolz von Basilius weiter verletzt. Der Konflikt zwischen Bulgarien und dem Byzantinischen Reich währte für Jahre, wobei keines der beiden Länder so viel Boden gewann, dass eine der Schlachten zu einer dauerhaften Entscheidung führte. Basilius lernte jedoch aus jeder Schlacht und errang schließlich im Jahr 1014 einen entscheidenden Sieg. Basilius besiegte dabei seinen Erzfeind Samuel, der nur knapp der Gefangennahme entging, und nahm mehr als 15.000 von Samuels Männern gefangen. Nach diesem Triumph erwachte die kreative Grausamkeit von Basilius: Von je hundert von Samuels Soldaten blendete er 99. Dem hundertsten Mann ließ er ein Auge und ließ ihn den Rest der Kohorte zurück nach Bulgarien führen. In diesen Kriegen hat Basilius seinen Beinamen "Bulgarentöter" erlangt.
Basilius wurde dank seiner Schonungslosigkeit und Intelligenz mit den Jahren zu einem fähigen General. Er eroberte weite Bereiche nördlich der Ägäis und des Mittelmeers und verdoppelte damit praktisch die Größe seines Reiches. Seine Eroberungen brachten seinem Land Ruhm und ihm das Vertrauen seines Militärs wie auch seines Volkes. Er konnte neu gewonnene Regionen, einschließlich Bulgarien, halten, indem er nur geringe Steuern erhob und Provinzen in manchen Fällen sogar gestattete, unter örtlicher Herrschaft zu verbleiben.
Basilius II. starb im Dezember 1025 n. Chr. In dem für ihn typischen Stil verlangte er, in einem kleinen Grab außerhalb Konstantinopels beigesetzt zu werden. Das Reich von Basilius sollte leider danach nicht andauern: Die folgenden Herrscher schafften es nicht, den Wohlstand und die Gebiete zu bewahren, die Basilius während seiner 50 Jahre währenden Herrschaft gewonnen hatte.