Während liberale (im wirtschaftlichen Sinne) Wirtschaftswissenschaftler davon ausgehen, dass Menschen am effektivsten arbeiten, wenn sie persönliche Ziele verfolgen, weisen Soziologen auf die Stärke gemeinsamer Ziele und Werte hin. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts riefen einige führende Aktivisten (Gandhi, King, Mandela u.a.) zu gewaltfreiem kollektivem Handeln auf – Boykotte, Kundgebungen, Streiks, Sitzblockaden, Märsche, Petitionen, Bildungsprogramme und so weiter - um soziale, wirtschaftliche, politische und ökologische Änderungen herbeizuführen. In Industrienationen mit semi-demokratischen Regierungen haben sich diese (manchmal) als effektiv erwiesen. Kollektiver Aktivismus hat durch eine wachsende öffentliche (zumindest finanzielle) Unterstützung solcher Bewegungen über soziale Medien und das Internet mittlerweile die Gesellschaft durchdrungen.