Als der Erfolg der Landwirtschaft nicht mehr zu bremsen war, wurde ein Ort benötigt, an dem man das überschüssige Korn aufbewahren konnte, um es vor Ratten, Insekten und anderen Menschen zu schützen. Die ältesten Kornspeicher, die bisher gefunden wurden, datieren bis 9500 v. Chr. ins Präkeramische Neolithikum im Jordantal zurück. Im Industal reichen die ältesten Kornspeicher bis 6.000 v. Chr. zurück und zu dieser Zeit lagerten auch die Ägypter überschüssiges Korn bereits in "Silo"-Gruben, um sich gegen Missernten zu wappnen. In Ostasien baute die Yangshao-Kultur um 5000 v. Chr. erhöhte Kornspeicher entlang des Gelben Flusses, die Koreaner folgten um 1.000 v. Chr. und die Japaner um 800 v. Chr. In der Moderne sind Kornspeicher - wie alles andere - viel größer, automatisiert und komplexer. Vor allem auf den großen landwirtschaftlich genutzten Flächen der Vereinigten Staaten und von Russland sieht man immer wieder die riesigen Silos und Getreideheber, die erforderlich sind, um die immer größer werdende Anzahl von Menschen mit Nahrung zu versorgen.